Import aus Bali

Import aus Bali: Container, Kosten und Dokumente, ohne böse Überraschungen

Die schlechtesten Erfahrungen beim Sourcing beginnen mit Unklarheit: ein unklarer Auftrag, eine Werkstatt, die die Spezifikation nicht versteht, eine Anzahlung ohne dokumentierte Vereinbarung. Genau da setze ich an. Auf dieser Seite geht es um das, was nach der Beschaffung kommt: wie Ihre Ware Bali verlässt, was der Transport wirklich kostet, und was beim Zoll in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auf Sie zukommt.

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Fracht: ein Festpreis, keine Überraschungsrechnung

Mein Frachtpartner nennt mir einen festen Gesamtpreis, sobald die Containergröße feststeht. Dieser Preis ändert sich danach nicht mehr, egal was verschifft wird oder wie es verpackt werden muss. Dokumentation, Verpackungsmaterial, Behandlungszertifikate, Verladung und Inlandstransport in Bali sind bereits enthalten. Ich habe selbst erlebt, wie ein Kunde 3 Kubikmeter Stein verschiffte, die einen Kran zum Verladen brauchten. Der Preis blieb trotzdem gleich.

Das ist unüblich in der Branche. Die meisten Frachtfirmen geben Ihnen eine Schätzung und stellen die echte Rechnung erst nach der Verladung, wenn Ihre Ware bereits im Container versiegelt ist und Sie keine Verhandlungsposition mehr haben. Bei mir wissen Sie den Preis vorher, und er bleibt so.

FCL oder LCL, und wann sich was lohnt

LCL (Less than Container Load): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderer Fracht. Abgerechnet nach Kubikmeter oder Gewicht, je nachdem, was mehr ist. Sinnvoll bei kleineren Mengen, grob unter 12 Kubikmetern.

FCL (Full Container Load): Sie bekommen den ganzen Container, zum Festpreis, egal wie voll er ist. Ein 20-Fuß-Container fasst etwa 25 bis 30 Kubikmeter, ein 40-Fuß-Container etwa 55 bis 60. Sinnvoll ab etwa 15 Kubikmetern.

Bei Naturstein entscheidet oft nicht das Volumen, sondern das Gewicht: Lavastein und Steinpflaster erreichen das Gewichtslimit eines Containers, lange bevor er optisch voll wirkt. Ich rechne bei Ihrer Anfrage immer beides durch und sage Ihnen, was für Sie günstiger ist.

Dokumentation, damit Ihre Ware ohne Probleme durch den Zoll kommt

Jede Sendung braucht Handelsrechnung, Packliste und Ursprungszeugnis. Je nach Produkt kommen weitere Zertifikate dazu: für Teakholz ein SVLK-Zertifikat als Nachweis legaler Herkunft, für manche Zielländer zusätzlich ein Phytosanitätszertifikat, nicht CITES, denn Teak ist keine CITES-gelistete Holzart. Ich kümmere mich um die komplette Dokumentation und prüfe sie, bevor Ihre Ware verschifft wird.

Für Käufer in Deutschland und Österreich: Als EU-Unternehmen brauchen Sie zusätzlich eine EORI-Nummer, um Waren aus einem Nicht-EU-Land wie Indonesien einzuführen. Die Beantragung ist kostenlos, einmalig, und gilt danach EU-weit. In Deutschland beim zuständigen Hauptzollamt, in Österreich beim Bundesministerium für Finanzen.

Für Käufer in der Schweiz: Die Schweiz ist kein EU-Mitglied und hat ein eigenes Zollsystem. Statt einer EORI-Nummer brauchen Sie eine Registrierung bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV).

Zoll und Einfuhrsteuer in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Diese Abgaben zahlen Sie in Ihrem eigenen Land, unabhängig von meinem Festpreis für die Fracht. Ich fasse hier die aktuelle Grundlage zusammen, für die genaue Berechnung empfehle ich Ihnen trotzdem Ihren Zollberater oder Steuerberater, da der Zollsatz vom exakten Produkt abhängt.

  • Deutschland: Einfuhrumsatzsteuer 19 % auf den Zollwert plus Zoll. Zoll auf Holzmöbel liegt häufig bei 0 %, andere Möbelarten können bis etwa 5,6 % liegen.
  • Österreich: Einfuhrumsatzsteuer 20 % auf den Zollwert plus Zoll. Der Zollsatz richtet sich wie in Deutschland nach der genauen Warenart.
  • Schweiz: Einfuhrsteuer (die Schweizer Entsprechung der Mehrwertsteuer) aktuell 8,1 % auf den Zollwert. Da die Schweiz nicht Teil der EU-Zollunion ist, gelten eigene Zollsätze, die vom deutschen oder österreichischen Satz abweichen können.

Bei allen drei Ländern gilt: Die Abgaben werden auf den vollständigen Zollwert berechnet, also Warenwert plus Fracht plus Versicherung, nicht nur auf den reinen Warenpreis.

Was passiert, wenn etwas schiefgeht

Manchmal geht etwas schief. Eine Produktion hat einen Fehler. Ein Container verspätet sich. Eine Spezifikation wurde trotz bester Absicht falsch verstanden.

Wenn das passiert, kümmere ich mich direkt darum. Ich verschwinde nicht. Ich dokumentiere das Problem, kommuniziere mit der Werkstatt auf Bahasa Indonesia, und arbeite an einer Lösung, sei es eine Nachproduktion, eine Preisanpassung oder einfach eine klare Erklärung, was passiert ist. Das gehört zum Job.

Häufig gestellte Fragen

Zahle ich Zoll auf Waren aus Bali?

Das hängt vom Produkt und Ihrem Land ab. Holzmöbel in die EU sind oft zoll- oder niedrig besteuert, Naturstein meist ebenfalls niedrig. Genaue Sätze ändern sich und hängen von der exakten Produktklassifizierung ab, deshalb empfehle ich, den genauen Satz mit Ihrem Zollberater zu bestätigen.

Brauche ich als deutsches oder österreichisches Unternehmen eine EORI-Nummer?

Ja. Jedes EU-Unternehmen, das Waren aus einem Nicht-EU-Land wie Indonesien importiert, braucht eine EORI-Nummer. Die Beantragung ist kostenlos und einmalig.

Ändert sich der Frachtpreis nach der Bestellung noch?

Nein. Mein Frachtpartner gibt mir einen Festpreis, sobald die Containergröße feststeht. Dieser Preis bleibt gleich, unabhängig davon, was verschifft wird oder wie es verpackt werden muss.

Was ist der Unterschied zwischen FCL und LCL?

Bei LCL teilen Sie sich einen Container mit anderer Fracht, abgerechnet nach Volumen oder Gewicht. Bei FCL bekommen Sie den ganzen Container zum Festpreis. Ab etwa 15 Kubikmetern lohnt sich meist FCL, bei schwerer Ware wie Naturstein oft schon früher.

Schreiben Sie mir, was Sie importieren möchten

Produkt, ungefähre Menge, Zielland. Ich gebe Ihnen ein ehrliches Bild von Kosten und Ablauf. In der Regel innerhalb weniger Stunden an Werktagen.

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